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Plantarfasziitis / Fersensporn

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Was ist ein Plantarfasziitis / Fersensporn?

Wichtige Informationen auf einen Blick

Krankheitsbild

Plantarer Fersensporn / Fasciitis plantaris / Plantarfasziitis

Dieses Krankheitsbild ist definiert als eine Ansatzentzündung der Plantarfaszie am Fersenbein, welche das Fußgewölbe aufspannt.

Bei dieser Entzündung bilden sich um mikroskopisch kleine Risse in der Sehne, die zu einer Einblutung in die Umgebung führen und durch Verkalkung der Blutung bei chronischem Verlauf zu einer Spornbildung („Fersensporn“) führen können.

Die Erkrankung ist vergleichbar mit einer Entzündung der Sehne am Ellenbogen („Tennisarm“). Als Hauptursache gilt die Überlastung der Plantarfaszie. So leiden viele Sportler aus den klassischen Laufdisziplinen im Laufe der Zeit an einer Plantarfasziitis.

Eine Überlastung der Plantarfaszie resultiert oft aus einer verkürzten Wadenmuskulatur. Aber auch bei der Ausbildung von Plattfüßen kann es zu einer Überlastung der Plantarfaszie kommen.

Selten kann es durch einen Sturz zu Einrissen in der Plantarfaszie kommen.

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Behandlungsablauf Plantarfasziitis / Fersensporn

Symptome
Typische Beschwerden sind Schmerzen an der Ferse und der morgendliche Anlaufschmerz bzw. Schmerzen nach Ruhephasen.
Diagnostik

Klinische Untersuchung
Röntgenbilder des belasteten Fußes
Fußdruckmessung

Bei therapieresistenten Verläufen ist die Durchführung eines MRT indiziert, um einen größeren Einriss der Faszie auszuschließen.

Therapie

Die Plantarfasziitis ist meist eine selbstlimitierende Störung, sollte jedoch wegen des ansonsten langen Verlaufs (mittlerer Zeitraum von 16 bis 18 Monaten) konsequent therapiert werden. Andere Ursachen, wie zum Beispiel ein eingeklemmter Nerv, kommen gelegentlich vor und müssen vor der Therapie ausgeschlossen werden.

Therapie und Übungen

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Kühlung

Versuchen Sie eine Eismassage, um die Entzündung der Plantarfasziitis zu verringern. Diese Technik hat zwei Vorteile: Das Eis hilft, Entzündungen zu verringern, und die Massage hilft, die Plantarfaszie auf der Unterseite Ihres Fußes sanft zu dehnen.

Alternativ können Sie auch einen leeren Joghurtbecher mit Wasser füllen und dieses dann im Eisfach durchfrieren lassen. Danach können Sie die schmerzhafte Stelle an der Ferse mit dem Eis für 3 bis 5 Minuten lang einreiben.

Hilfsmittel

Überwiegt der morgendliche Anlaufschmerz so kann eine Nachtschiene verschrieben werden.

Zusätzlich kann ein Fersenpolster zur Entspannung und damit Linderung führen.

Bei Therapieresistenz ist die Stoßwellenbehandlung (ESWT), eine Corticoid-Injektionstherapie oder eine Eigenblutinjektionsserie (ACP = Autologes conditioniertes Plasma) zu empfehlen.

Stoßwellenbehandlung (ESWT)

Die Stoßwellenbehandlung (ESWT) wird bei einer weiteren Schmerzpersistenz nach Durchführung o.g. Dehnübungen als geeignete und wirksame Methode zur Behandlung der Plantarfasziitis empfohlen [1]. Bei der ESWT-Therapie werden Schallwellen mit hoher Amplitude innerhalb kurzer Zeit erzeugt und auf einer kleinen Oberfläche ausgebreitet. Diese Energie soll demyelinisierte sensorische plantare Nerven hemmen, die Verkalkung verringern, die Proliferation von Wachstumsfaktoren erhöhen und die periphere Durchblutung, Angiogenese und Neovaskularisation im degenerativen Gewebe der Ferse erhöhen.

Corticoid- Injektionstherapie

Auch die Corticoid- Injektionstherapie hat sich bewährt. Eine aktuelle Metaanalyse zeigte dabei, dass eine hochintensive ESWT innerhalb von 3 Monaten eine überlegene Schmerzlinderung und Erfolgsrate im Vergleich zur Corticoid- Injektionstherapie aufwies [2]. ESWT und Corticoid- Injektionstherapie weisen jedoch nach 12 Monaten ähnliche funktionelle Ergebnisse und Wiederkehrraten auf. Im Allgemeinen litten viele Patienten nach einer Injektion unter Schmerz während die Patienten nach Stoßwellentherapie weniger Schmerzen hatten. Nach ESWT wurde zudem eine schnellere Rückkehr zur vollen Aktivität beschrieben. Bei der ESWT wurden als unerwünschte Ereignisse pochende Schmerzen, Erytheme und starke Kopfschmerzen beschrieben.

Nach einer Corticoid-Injektionstherapie kann es prinzipiell zu schwerwiegenden Komplikationen wie eine Plantarfaszien-Ruptur, einer Fettpolsteratrophie und einer Osteomyelitis des Calcaneus kommen. Obwohl diese in der o.g. Metaanalyse nicht auftraten.

Autologes Conditioniertes Plasma (ACP)

Autologes Conditioniertes Plasma (ACP) soll die Selbstheilungskräfte verletzter bzw. überlasteter Gewebe durch die Anregung körpereigener Regeneration stimulieren.

Es wird aus körpereigenem Blut gewonnen das aufbereitet und dann an den Ansatz der Plantarfaszie injiziert. ACP ist bereits gründlich erforscht. Es besteht im Wesentlichen aus konzentrierten Thrombozyten und Wachstumsfaktoren. Dabei wird folgender Mechanismus genutzt: Treten im Körper Verletzungen auf, wandern Blutplättchen (Thrombozyten) an den Ort des Geschehens. Die Blutplättchen setzen Proteine frei, die als Wachstumsfaktoren bei der Heilung helfen. Diese sorgen wiederum dafür, dass weitere benötigte Zellen und biologische Bausteine bereitgestellt werden. Durch diese wird die Regeneration bzw. Rekonstruktion der geschädigten Strukturen stimuliert und schmerzhafte Entzündungsreaktionen werden gehemmt.

Die Behandlung der Plantarfasziitis mit einer Eigenblutinjektionsserie (ACP = Autologes conditioniertes Plasma) in Ergänzung zu den oben aufgeführten Eigenübungen ist ebenfalls hilfreich. Sowohl die ACP-Behandlung als auch die ESWT (jeweils in Kombination mit Eigenübungen) zeigten sich im Vergleich zu einer alleinigen Behandlung mit Dehnübungen und ggf. Hilfsmitteln überlegen. In einer Metaanalyse ergaben sich keine signifikanten Unterschiede zwischen ACP und ESWT in Bezug auf Verbesserungen der Schmerzen und der Funktion [3].

Bei einem schweren Verlauf kann die Ruhigstellung mittels eines Walkers für 6 Wochen notwendig werden. Auch hier kann die Heilung durch eine dreimalige Eigenbluttherapie (ACP) unterstützt werden.

Die operative (minimal-invasive) Therapie sollte nur in Ausnahmefällen bei hartnäckigen Verläufen erwogen werden. Davor sollte aber mindestens eine sechsmonatige konsequente konservative Therapie erfolgt sein.

Unsere Spezialisten für Fuss- und Sprunggelenkchirurgie

Dr. med. P. Simons
FUß, SPRUNGGELENK

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FUß, SPRUNGGELENK
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FUß, SPRUNGGELENK

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