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Nachbehandlung - Chirurgische Rekonstruktion der Aussenbänder am Sprunggelenk

Erfahren Sie mehr über unsere Nachbehandlungen im Fachbereich Sprunggelenkschirurgie.

Grundsätze der Rehabilitation

Rehabilitationsschemata gelten als Orientierung. Abhängig von der genauen Operationstechnik, Verlauf danach, Anspruch des Patienten etc. werden diese oft auch individuell angepasst.

Die Rehabilitation jedes einzelnen Patienten gestaltet sich unterschiedlich in Abhängigkeit von der Konstitution des Patienten.

Durch optimales Einhalten der Rehabilitationsanweisungen kann die Genesung positiv beeinflusst werden.

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Ablauf der Rehabilitation

Phase 1 - Postoperative Akutphase

Tag 1

24 h Bettruhe, Hochlagerung, Schmerzmittel, Kühlen, Ruhigstellung in Gipsschiene, Thromboseprophylaxe

Phase 2 - Postoperative Frühphase

Tag 2-5

Entfernung der Drainage, Mobilisation des Gelenkes zur Erweiterung des Bewegungsausmaßes (in Beuge- und
Streckrichtung ohne Limitierung), Anlage der Orthese für die nächsten 6 Wochen tags und nachts (Ausziehen zum Waschen möglich).

Aufbau der Belastung in der Orthese (Teilbelastung entsprechend der Beschwerden), Physiotherapie, Lymphdrainage, sicheres Gehen an Unterarmgehstöcken, Mobilität erreichen, Thromboseprophylaxe

Phase 3 - Intermediärphase

Ab Tag 6 bis Ende Woche 6

Erreichen der freien Beweglichkeit, bei abgeschwollenem Gelenk Beginn des isometrischen Trainings in der Orthese, Entfernung des Fadenmaterials am 12. – 14. postoperativen Tag, Vollbelastung in der Orthese ohne Gehstöcke

Phase 4 - postoperative Spätphase

Ab Woche 7 bis Monat 3

Neuromuskuläres Training, Eigenreflexübungen unter krankengymnastischer Anleitung, Koordinationsschulung
Aufnahme sportlicher Tätigkeit (Laufen, Fahrradfahren, Schwimmen), keine Impulssportarten, weiter neuromuskuläres Training, Eigenreflexübungen, Koordinationsschulung

Phase 5 - Sportartspezifisches Training

Ab dem 4. Monat

Erreichen einer regulären muskulär-funktionellen Funktion, sportartspezifisches Training, schrittweise Rückkehr in den Sport (ausgewählte Sportarten)

Phase 6 – Rückkehr zum Sport

Ab dem 6. Monat

Endgültige Rückkehr in den Vollkontaktsport nach erfolgreichem Bestehen der Leistungs-Assessments, Prävention erneuter Verletzungen, Protektion der Gegenseite

Sprunkgelenk

Belastung
  • Teilbelastung für 1 Woche mit 15 kg (Thromboseprophylaxe)
  • Schrittweises Erreichen der Vollbelastung in der kommenden Woche (schmerzund schwellungsabhängig)
  • Fahrrad-Ergometer ab 3.-6. Woche postoperativ
  • Leichtes Joggen ab 7. Woche postoperativ
  • sportartspezifisches Training ab 4. Monat postoperativ
  • Rückkehr in Kontaktsport ab 6. Monat postoperativ
Beweglichkeit
  • Zügiges Erreichen der Beugung und Streckung nach der Operation
  • Vermeiden der Pro- und Supination während der Tragezeit der Orthese
  • Erreichen der vollen Beweglichkeit sollte bis zur 3. Woche postoperativ erreicht werden
Orthese
  • Direkt postoperativ Tragen einer Gipsschiene
  • Nach Abklingen der Akutphase und bei trockenen Wundverhältnissen Anlegen einer Orthese (auch nachts)
  • Tragen der Orthese für 6 Wochen konstant
  • Hiernach angepasst an die Aktivität nur noch fakultativ bis zum 3. Monat postoperativ
  • Bei voller Kontrolle (z.B. zu Hause) Tragen einer Orthese nach 6 Wochen nicht notwendig
Medikamente
  • Antithrombosespritzen sind notwendig, so lange die Teilbelastung erfolgt (dabei regelmäßige Blutkontrollen durch den Hausarzt)
  • Schmerzmittel-Einnahme so lange wie Schmerzen bestehen.
  • Der entzündungshemmende Effekt von z.B. Ibuprofen ist zu vernachlässigen und sollte nur bei ausgedehnten Schwellungs- oder Ergusszuständen wahrgenommen werden
Thrombosestrumpf
  • Nicht erforderlich
Physiotherapie
  • Beginnt bereits im Krankenhaus; bei ambulanter Operation so früh wie möglich beginnen (gerne auch schon am Tag nach der Operation)
  • Ambulante Physiotherapie ist 2x/Woche für ca. 12 Wochen empfohlen
  • Physiotherapie bis zum Erreichen einer vollen Beweglichkeit, vollen Belastung und
  • Erreichen eines normalen Gangbildes
  • Der danach folgende Kraftaufbau (Eigenreflextherapie und neuromuskuläres Training kann ebenfalls gemeinsam mit der Physiotherapie erfolgen (Geräte dafür notwendig), die Anbindung an ein spezialisiertes Reha-Zentrum ist empfohlen
Rehazentrum
  • Nach Abschluss der Physiotherapie ist die Anbindung an ein Rehazentrum zum gezielten Kraftaufbau, Stabilität etc. im Sinne einer Funktionsverbesserung empfohlen
Nachkontrollen
  • Die Kontrollen bei uns erfolgen in der Regel einmal relativ kurz nach der Operation
  • Der zweite Termin erfolgt zum Entfernen der Fäden (dies kann auch der Hausarzt machen)
  • Der dritte Termin findet sechs Wochen nach der Operation statt
  • Der vierte Termin findet ca. 3-6 Monate nach der Operation statt
  • Der letzte Termin findet ca. 9 Monate nach der Operation statt
  • Weitere Termine sind dann abhängig vom Sportanspruch und werden daran adaptiert geplant
  • Grundsätzlich können Nachkontrollen auch bei einem anderen Arzt erfolgen. Der Termin zur 6-Wochen-Kontrolle und zur 9-Monats-Kontrolle sollte jedoch grundsätzlich bei uns erfolgen
  • Außerplanmäßige Kontrollen bei Problemen/Fragen sind jederzeit möglich
Rückkehr in den Sport
  • Dieser beginnt schrittweise ab dem 4. Monat
  • Bei gegebener Kraft, Stabilität, Ausdauer, Koordination und Funktion kann die volle Rückkehr in den Sport ab dem 6. Monat erfolgen
  • Eine instrumentierte Testung dieser Eigenschaften inklusive Testverfahren sollte vor dem Vollkontaktsport erfolgen und eine Freigabe erst bei Erfüllung definierter Kriterien gegeben werden
Langzeit
  • Die erreichten Kraft-Ausdauer-Stabilitäts-Levels müssen permanent durch Training beibehalten werden, um das operierte Bein (sowie das andere) vor erneuten Verletzungen zu schützen

Anamnesebogen

Gerne können Sie sich vor Ihrem Termin unseren Anamnesebogen herunterladen und vorab Zuhause und in Ruhe ausfüllen. Bitte denken Sie bei Ihrem Erstbesuch sowohl an den ausgefüllten Bogen als auch Ihre Krankenversichertenkarte.

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