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Eine Prä-Post-Studie von T. Fried (Hochschule Fresenius, Idstein)

Hintergrund

Schmerzen und Funktionsstörungen der Schulter gehören zu den häufigsten muskuloskelettalen Beschwerden. Das Impingement-Syndrom (SIS) spielt dabei mit bis zu 65% eine bedeutende Rolle.

Bei atraumatischer Pathogenese ist die Ausschöpfung einer konservativen Therapie indiziert. Die Wirksamkeit von osteopathischen Behandlungen bei diesem Krankheitsbild ist nicht hinreichend erforscht.

Studienziel

Untersuchung der Wirksamkeit osteopathischer Behandlungen bei Patienten mit SIS in Bezug auf Schmerz und Funktionalität der Schulter im Alltag (ADL).

Methoden

In enger Zusammenarbeit mit dem Gelenkzentrum Wiesbaden wurden 20 Patienten (12 ♀, 8 ♂, Alter: Ø = 41.0 ± 11.5) mit diagnostiziertem externen (outlet) SIS rekrutiert.

Im Verlauf des angewandten Prä-Post-Studiendesigns erhielten sie nach einer vierwöchigen, behandlungsfreien Kontrollphase drei ganzheitliche osteopathische Behandlungen im Abstand von jeweils zwei Wochen.

In drei Fällen kam eine Intention-to-treat Analyse zum Einsatz, fehlende Werte wurden durch Last-observation-carried-forward ersetzt.

Als Messinstrumente kamen ein Schmerzfragebogen sowie der DASH-Fragebogen (Disabilities of Arm, Shoulder and Hand) zum Einsatz.

Ergebnisse

Fazit

Drei osteopathische Behandlungen von Patienten mit SIS im Zeitraum von sechs Wochen zeigten statistisch signifikante positive Veränderungen im Hinblick auf die krankheitsbezogenen Schmerzen sowie die Funktionalität der betroffenen Schulter bei alltäglichen Aktivitäten.

Studien mit größeren Stichproben in randomisiertem kontrolliertem Design wären wünschenswert.

Masterarbeit