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Bandscheibenschäden

Kompetenz für Bewegung

Was sind Band-scheibenschäden?

Im Bereich der Bandscheiben, welche in den Zwischenwirbelräumen liegen, unterscheiden wir drei Schweregrade:

Die Protrusion, bei der es zur Vorwölbung der Bandscheibe und in der Folge zu möglichen Irritationen von Nervenstrukturen kommen kann.

Den Prolaps, bei dem der Kern der Bandscheibe, der sogenannte Nucleus pulposus, ausgetreten ist und auf

Falls es zu Gefühlsstörungen oder sogar motorischen Lähmungen kommt, ist oftmals eine Operation notwendig.

Anatomie

Anatomie und Aufbau der Bandscheiben ist wichtig, um ihren Nutzen zu erklären. Sie enthalten zwei verschiedene Gewebearten:

In der Mitte befindet sich ein Gallertkern aus zellarmem Gewebe, der sogenannte Nucleus pulposus, der außen von einem Faserring, dem Anulus fibrosus, umgeben ist.

Der Anulus fibrosus besteht aus Faserknorpel, d. h. einem straffen kollagenen Bindegewebe mit eingelagerten Knorpelzellen.

Die kollagenen Fasern sind in konzentrisch verlaufenden Lamellen angeordnet und ergeben ein sich überkreuzendes, gegenläufiges Muster, das der optimalen Kraftübertragung dient.

Die äußeren Lamellen strahlen in die Randleisten der Wirbelkörper ein, die inneren sind mit den knorpelüberzogenen Deckplatten der Wirbel verbunden. Zur Mitte hin geht der Faserknorpel fließend in die gallertige Substanz des Nucleus pulposus über.

Dieser besteht größtenteils aus Glykosaminoglykanen und hat ein hohes Wasserbindungsvermögen. Er entfaltet einen Quellungsdruck nach außen, wodurch sich der Faserring anspannt.

Unter der Last des Oberkörpers im Stehen und Sitzen wird im Laufe des Tages Wasser aus dem Gallertkern abgepresst, die Höhe der Bandscheiben nimmt ab.

Dadurch kann die Körpergröße am Abend bis zu 2,5 cm geringer sein als am Morgen. Im Liegen nimmt der Gallertkern wieder Wasser auf.

Dieser Ein- und Ausstrom von Flüssigkeit sorgt gleichzeitig für die Ernährung der Bandscheibe, die sehr wenige Blutgefäße enthält.

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Krankheitsbild

Im Bereich der Bandscheiben, welche in den Zwischenwirbelräumen liegen, unterscheiden wir drei Schweregrade:

Die Protrusion, bei der es zur Vorwölbung der Bandscheibe und in der Folge zu möglichen Irritationen von Nervenstrukturen kommen kann.

Den Prolaps, bei dem der Kern der Bandscheibe, der sogenannte Nucleus pulposus, ausgetreten ist und auf Nerven drücken kann. Hierbei handelt es sich um einen Bandscheibenvorfall.

Den Bandscheibenvorfall mit Sequester – hier liegt losgelöstes Bandscheibenmaterial frei im umliegenden Gewebe .

Symptome

Der Patient verspürt Schmerzen, welche entweder im Bereich des Bandscheibenvorfalls lokal auftreten, oder ziehende Schmerzen entlang der ausstrahlenden Nervenbahnen.

Hinzu kommen Missempfindungen, also Gefühlsausfälle, Kribbeln oder sogar motorische Schwäche.

Hier unterscheidet man z.B. ein pseudoradikuläres Symptom, das entlang des Nervus ischiadicus in der Gesäßgegend ausstrahlende Schmerzen verursacht, oder ein sogenanntes radikuläres Symptom, welches sich durch ziehende Schmerzen entlang der Nervenbahnen bis auf Höhe der Kniegelenke oder sogar bis zum Fuß äußert.

Diagnostik

Neben der ausführlichen klinischen Untersuchung bedarf es eines MRT, auch ist oftmals eine ergänzende neurologische Untersuchung notwendig.

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Therapie

In den Anfängen des Krankheitsbildes sind meist konservative Maßnahmen angezeigt:

  • Einnahme von entzündungshemmenden Medikamenten, z.B. Ibuprofen/Diclofenac
  • Injektionen von Corticoiden
  • Krankengymnastik
  • Hilfreich ist auch die Akupunktur zur Stimulation der entzündungshemmenden Akupunkturpunkte

Wann kommt eine Operation in Betracht?

Bei Ausfällen der Motorik ist bereits in einem frühen Stadium eine ergänzende neurochirurgische Stellungnahme sinnvoll, um sicherzustellen, dass der Nerv nicht dauerhaft Schaden nimmt.

Dies muss im Einzelfall interdisziplinär abgestimmt werden, um rechtzeitig eine Operation vorzunehmen – falls dies unausweichlich ist.

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Dr. C. Conrad

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Dr. O. Engelhardt

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Dr. C. Kollmar

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Dr. F. Wiedersheim

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