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Unsere Kniespezialisten

Prof. Dr. G. Salzmann

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Knie

H. Falk

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Knie, Sprunggelenk, Hüfte, Fuß

Dr. E. Heijens

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Knie, Hüfte, Umstellungsosteotomien

Dr. C. Meister

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Knie, Hüfte, Kinderorthopädie

Dr. C. Conrad

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Knie, Hüfte, Sporttraumatologie
Dr. S. Rummel

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Knie, Hüfte, Unfallchirurgie
 

Anatomie

Bild 1

Das Femoropatellargelenk (Kniescheibengelenk)

Die Kniescheibe (Patella) läuft als ein isolierter Knochen in einer Rinne des Oberschenkelknochens und stellt als Femoropatellargelenk eines von 3 Kompartimenten des Kniegelenks dar.

Sie ist mit Sehnen und Bändern fixiert und ermöglicht darüber die aktive Streckung des Kniegelenkes (Bild 1).

Ihr Orthopäde berät Sie gerne.

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Krankheitsbild

Störungen der Beweglichkeit oder eine Instabilität sowie die Form der Kniescheibe (Dysplasie) können zu Knorpelschäden und Arthrose des patellofemoralen Gelenkes führen. Das patellofemorale Gelenk ist sehr anfällig gegenüber Formabweichungen oder der Beweglichkeit der frei aufgehängten Kniescheibe.

Ursachen der retropatellaren Arthrose sind zum Beispiel wiederholte Kniescheibenluxationen („Herausspringen der Patella“), beruflich kniende Tätigkeiten (Fliesenleger) und hohe sportliche Belastungen (Gewichtheber).

Symptome

Meist jüngere, sportlich aktive Patienten mit Schmerzen im Bereich der Patella, zum Beispiel beim Treppensteigen, Radfahren und in die Hocke gehen. Schwellungen des Kniegelenkes mit Ergussbildungen und Anlaufschmerzen. Bewegungseinschränkungen, meist mit Einschränkung der Beugung.

Diagnostik

Bild 2

Klinische Untersuchung

Röntgenbilder des betroffenen Kniegelenkes in 2 Ebenen unter Belastung. Patellaspezialaufnahmen (Bild 2).

MRT zur genauen Bestimmung des Knorpelschadens/Arthrose und zur Diagnostik weiterer Schäden sowie der Architektur des Kniescheibengelenks (lesen Sie hierzu auch: Patellofemoralgelenk).

Vereinbaren Sie einen Termin bei Ihrem Orthopäden

Therapie

Bild 4

Bild 5

Nach erfolgloser konservativer und operativer, knorpelerhaltender Therapie (z.B. nach Mikrofrakturierung, ACT und Bandersatzplastik zum Ersatz des MPFL) besteht die Indikation zum zementfreien Ersatz des Patellagleitlagers.

Dies erfolgt in unserer Praxis stets in Kombination mit einer vorgeschalteten diagnostischen Arthroskopie, bei der z.B. einen Innenmeniskusläsion in einer Sitzung mitbehandelt werden kann.

Die Implantation des Implantates erfolgt minimal-invasiv, d.h. das Knie wird nur soweit wie nötig eröffnet, was zu nachgewiesen geringerem Infektionsrisiko, sofortiger Belastbarkeit, besserer Beweglichkeit und schnellerer Rehabilitation führt.

Fallbeispiel: Patientin, Jahrgang 1970, Zustand nach multiplen Patellaluxationen links, keine sportliche Aktivität, Aktivitäten des täglichen Lebens eingeschränkt möglich. Intaktes linkes Kniegelenk mit einer isolierten Arthrose der Trochlea. Damit gute Indikation für die Implantation einer Trochleaprothese.

Biologische Verfahren wie z.B. Knorpelzelltransplantation sind hier nicht mehr möglich und indiziert. Die Implantation der Trochleaprothese erfolgt zementfrei mit einer Schraube, die tief im Knochen verankert ist und eine sichere Einheilung garantiert.

Sie wird in der sogenannten Inlaytechnik durchgeführt, d.h. das Implantat ahmt die Anatomie der Oberschenkelrinne des Patienten nach und wird in die Defektzone eingebracht. Die Lage des Implantates verläuft leicht unter dem umgebenden Orginalknorpelniveau (inlay-Technik), um sekundäre Schäden an der darüber laufenden Patella zu vermeiden.

Der Vorteil der Inlaytechnik besteht gegenüber den anderen auf dem Markt erhältlichen Prothesen mit Onlaytechnik in der Vermeidung einer erhöhten Weichteilspannung, einer möglichen Irritation durch Überstand und einer damit verbundenen eingeschränkten Beweglichkeit.

Wenn die patellaseitige Knorpelschicht ebenfalls schon ausgeprägt abgenutzt ist, kann das Trochleaimplantat mit einem zementierten Ersatz der Patellarückseite aus einem Polyethylenkern kombiniert werden.

Die Indikation dafür besteht bei massiver Inkongruenz durch eine schwere Dysplasie, einen Knochendefekt oder einem minderdurchblutenden Anteil der Kniescheibe (Bild 4 + 5: Trochleaprothese Typ Hemicap Wave Resurfacing intraoperativ ohne und mit Retropatellarersatz)

Nachbehandlung

Die Mobilisation des Patienten erfolgt mit erlaubter Vollbelastung an Unterarmgehstützen. Diese werden so lange benutzt, bis der Patient ein sicheres Gangbild zeigt. Unmittelbar postoperativ schließen sich rehabilitative Maßnahmen wie Krankengymnastik, Lymphdrainage und Bewegungsschiene (CPM) an.

Nach gesicherter Wundheilung und nach Fadenentfernung erfolgt der Muskelaufbau mit z.B. Aquajogging und Radfahren. Eine stationäre Rehabilitationsmaßnahme ist nicht notwendig.

Hierin liegt unter anderem einer der grossen Vorteile dieses Operationsverfahrens im Vergleich zu anderen zum Beispiel biologischen Verfahren Damit geht auch eine beschleunigte Rückkehr an den Arbeitsplatz einher.

Ergebnisse

Studien zeigen eine hohe Patientenzufriedenheit mit Wiederaufnahme der sportlichen Tätigkeit bei 89% der Patienten nach 24 Monaten. Einige Patienten haben sogar neue Sportarten wie z.B. Alpinskifahren ausgewählt.

Das Gelenkzentrum Rheinmain nimmt seit 2016 an einer europaweiten Multicenterstudie („Wave-Studie“) mit renommierten Kliniken unter der Leitung von Professor Andreas Imhoff, Sportorthopädie, Klinikum rechts der Isar, Technische Universität München teil.

Herr Dr. Falk, Partner am Gelenkzentrum Rhein-Main, ist in dieser Studie der betreuende Arzt = Studienarzt/Prüfarzt und führt damit alle Operationen der Wave Prothese durch.

Durch diese sogenannte „single surgeon“ series kann ein hoher Qualitätsanspruch befriedigt werden. Lernkurven bleiben aus. Herr Dr. Falk verfügt über langjähirge Erfahrungen im Bereich der Endoprothetik.

Vereinbaren Sie einen unverbindlichen Beratungstermin.

Small Implants / Unicap / Hemicap / Episealer

Bild 6

Diese Implantate können bei Schäden der inneren oder äußeren Kondyle (Knochenrolle) des Oberschenkels (Femur), welche den oberen Teil des Kniegelenks darstellen, verwendet werden (Bild 6).

Sie kommen zum Einsatz bei degenerativen oder posttraumatischen Knorpelläsionen, bei Morbus Ahlbäck (Absterben von isolierten Anteilen des Knochens und des darüber liegenden Knorpels) oder bei einer Osteonekrose. Eine weitere Indikation stellt ein vorangegangener fehlgeschlagener knorpelchirurgischer Eingriff dar.

Symptome

Innen- oder außenseitige Beschwerden am Kniegelenk mit Anlauf-, Belastungs- und auch Nachtschmerzen. Schwellungen des Kniegelenkes mit Ergußbildungen und Bewegungseinschränkungen. Sportliche Betätigungen sind nicht oder nur noch eingeschränkt möglich.

Diagnostik

Klinische Untersuchung. Röntgenbilder des betroffenen Kniegelenkes in 2 Ebenen unter Belastung. Rosenbergaufnahme, Ganzbeinstandaufnahme. MRT zur genauen Bestimmung des Ausmaßes des Knorpelschadens /Arthrose und zur Diagnostik weiterer Schäden.

Therapie

Bild 7

Bild 8

Bild 9

Bild 10a

Bild 10b

Bild 11

Bild 12

Bild 13

Bild 14

Die Implantation einer solchen Kondylenprothese erfolgt zementfrei mit einer Schraube, welche sicher im tiefer gelegenen Knochen verankert wird. Intraoperativ wird die Größe der Defektzone gemessen und dann das entsprechende Implantat ausgewählt. Es stehen verschiedene Durchmesser mit unterschiedlichen Krümmungsradien zur Verfügung, sodass die kleinstmögliche Abdeckung möglich ist und der umgebende Originalknorpel erhalten werden kann.

Das Implantat wird knapp unter das umgebende Knorpelniveau eingebracht, um weitere Schäden am Knorpel des gegenüberliegenden Schienbeinkopfes oder des Meniskus zu vermeiden. Die Operation erfolgt in unserer Praxis stets in Kombination mit einer diagnostischen Arthroskopie.

Die Implantation des Implantates erfolgt minimal-invasiv, d.h. das Knie wird nur soweit wie nötig eröffnet, was zu einem nachgewiesen geringeren Infektionsrisiko, sofortigen Belastbarkeit, besseren Beweglichkeit und schnelleren Rehabilitation führt (Fotos während einer Operation des Kniegelenkes)

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Nachbehandlung

Die Mobilisation des Patienten erfolgt mit erlaubter Vollbelastung an Unterarmgehstützen. Diese werden so lange benutzt, bis der Patient ein sicheres Gangbild zeigt.

Unmittelbar postoperativ schließen sich rehabilitative Maßnahmen wie Krankengymnastik, Lymphdrainage, Bewegungsschiene (CPM) an.

Nach gesicherter Wundheilung nach Fadenentfernung erfolgt der Muskelaufbau mit z.B. Aquajogging und Radfahren. Eine stationäre Rehabilitationsmaßnahme ist nicht notwendig.

Ergebnisse

6 Jahre nach Implantation eines femoralen, unikondylären Femurersatzes zeigt sich keine Progression einer Arthrose des betroffenen Kniegelenkes mit deutlich verbesserten Kniegelenkscores im Vergleich zu präoperativ.

Bezüglich der Publikationen der Ergebnisse finden Sie wissenschaftliche Artikel im PDF Format weiter unten auf dieser Seite zum Ansehen und Herunterladen.

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08. - 09.12.2017​

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