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Impingementsyndrom

Kompetenz für Bewegung

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Anatomie

Bild 1

Über dem Schultergelenk befindet das sogenannte Schulterdach. Die Sehnen der Schulter mit dem dazugehörigen Schleimbeutel verlaufen in diesem Engpass zwischen dem Oberarmknochen und dem Schulterdach (Bild 1).

Krankheitsbild

Die Rotatorenmanschette, welche aus vier Sehnen besteht, kann sich mit dem dazugehörigen Schleimbeutel chronisch entzünden. Diese Erkrankung tritt insbesondere bei Überkopfsportarten auf.

Symptome

Der Patient verspürt Schmerzen bei der Seithebung des Armes und im fortgeschrittenen Stadium einen Ruheschmerz, welcher auch den Schlaf stört.

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Diagnostik

Neben der ausführlichen klinischen Untersuchung bedarf es eines Röntgenbildes sowie einer Ultraschalluntersuchung. Bei unklaren Befunden ist zusätzlich das MRT notwendig.

Therapie

In den Anfängen des Krankheitsbildes sind für mindestens sechs Monate folgende therapeutische Maßnahmen sinnvoll:

  • Einnahme von entzündungshemmenden Medikamenten, z.B. Ibuprofen und Diclofenac
  • Injektionen von Corticoiden und/oder Hyaluronsäure in den Schleimbeutel unter dem Schulterdach
  • Krankengymnastik, akut in Verbindung mit Kälte und im chronischen Stadium mit Wärmeapplikation
  • Hilfreich ist auch die Akupunktur zur Stimulation der entzündungshemmenden Akupunkturpunkte
  • Vermeidung von Überkopftätigkeiten, insbesondere Sportarten wie Tennis, Volleyball etc.

Operative Therapie

Bei konservativ ausbehandeltem Impingementsyndrom ist die Schlüssellochchirurgie indiziert. Es werden durch eine Gelenkspiegelung Begleitschäden im Schultergelenk ausgeschlossen.

Anschließend erfolgen die Spiegelung des Schleimbeutels und die Inspektion der Sehnen und des Schulterdaches.

Nach Entfernung der Knochenhaut am Schulterdach werden knöcherne Nasen bzw. ein Engpass des Sehnenkanals mit einer mechanischen Fräse beseitigt.

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Nachbehandlung

Eine Ruhigstellung ist nicht notwendig.

Der Arm soll für mindestens zwei Wochen geschont werden. Insbesondere Überkopftätigkeiten müssen vermieden werden.

Für 14 Tage ist die Einnahme eines entzündungs- und schmerzhemmenden Medikamentes (z.B. Ibuprofen 600, 3x1 nach dem Essen) zu empfehlen.

Die Krankengymnastik sollte nach der ersten Woche beginnen, zunächst passiv, anschließend zunehmend assistiert innerhalb der Schmerzgrenzen in allen Bewegungsrichtungen.

Während der Krankengymnastik aber auch zu Hause sollten in den ersten drei Wochen dreimal täglich für ca. zwanzig Minuten mit Eis gekühlt werden.

Ab inklusive der zweiten Woche kann individuell auf eine Wärmetherapie übergegangen werden.

Die Rehabilitation mit Geräten zur Kräftigung des Schultergürtels darf erst nach der 6. postoperativen Woche begonnen werden.

Unser Schulterspezialist

Dr. M. Weiß

Dr. M. Weiß

Schulter

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