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Kniegelenksersatz

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Anatomie

Bild 1a

Bei der Kniegelenksarthrose handelt es sich um ein knorpelbezogenes Krankheitsbild, welches im Laufe der Zeit neben den radiologischen Veränderungen natürlich auch zu entsprechenden Beschwerden führen wird (Bilder 1a+b: Kniegelenk ohne Arthrose).

Das Kniegelenk ist sowohl am Scheinbeinkopf, den Gelenkanteilen des Oberschenkels und hinter der Kniescheibe mit einer robusten dicken Knorpelschicht überzogen. Je nachdem kann diese Schicht im unveränderten, noch nicht verschlissenen Zustand bis zu 5 oder 6 mm dick sein.

Zum Kniegelenk gehören neben den Laufflächen noch weitere wichtige Strukturen. Dazu gehören die Bänder (Seitenbänder, Kreuzbänder), die Gelenkkapsel mit der Gelenkschleimhaut, die gelenkstabilisierende Muskulatur und die sogenannten Gelenkschmiere.

Äußerst wichtig für die normale Gelenkfunktion sind vor allem die Bänder. Aus der Erfahrung heraus kann man sagen, dass jeder Bandschaden zwangsläufig im Laufe der Jahre zu einem Gelenkschaden führen wird.

Der häufigste Grund jedoch für die Entstehung der Arthrose ist der reguläre Verschleiß. Also die Summe aus allen Schritten, die wir im Leben gegangen sind, alle Unfälle, Prellungen und natürlich jede andere Form von Belastung wie z.B. das Hinknien.

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Krankheitsbild

Bild 1b

Die Kniegelenksarthrose zeigt sich in der Regel durch anhaltende, zunächst nur bei Belastung auftretende Schmerzen. Ab einem gewissen Ausmaß kommen die Schmerzen auch häufiger in Ruhe. Oft ist es erst der Ruheschmerz, der die Patienten dann zum Orthopäden bringt.

Nicht selten sind dann bereits kleinere, noch weniger invasive Behandlungsmethoden, nicht mehr durchführbar. Die Kniegelenksarthrose ist neben der Hüftgelenksarthrose eines der häufigsten Krankheitsbilder der großen Gelenke.

Mit zunehmender Lebenserwartung der Bevölkerung, der Belastung im Alltag über die Jahre und zunehmend höheren Anspruch auf Funktion und Leistungsfähigkeit im Alter nimmt auch die Häufigkeit der Behandlung der Kniegelenksarthrose in Deutschland rapide zu.

Symptome

Bild 2

Neben dem Belastungs- und / oder Ruheschmerz neigt das Arthroseknie auch sehr häufig dazu anzuschwellen. Innerhalb des Gelenkes bildet sich ein Reizerguß, welcher das Gelenk in seinem Bewegungsausmaß bremst.

Das spürt der Patient frühzeitig. Die Gelenkschmiere muss vermehrt von der Schleimhaut produziert werden, folglich wird die Oberfläche der Schleimhaut vergrößert, was zu einem zusätzlichen Reiz innerhalb des Gelenkes führt.

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Diagnostik

Bild 3

Bild 4

Bild 5

Der Erguss ist meist von reduzierter Qualität. Die Zusammensetzung im Vergleich zu der normalen Gelenkschmiere verschiebt sich zunehmend in Richtung einer wässrigen und dünneren Flüssigkeit. In Laboruntersuchungen kann man einen Anstieg von Entzündungszellen im Erguss nachweisen.

Typischerweise hat das Punktat des Gelenkes einen hellen honigfarbenen Farbton. Ihr Orthopäde wird im Rahmen der Diagnostik als erstes eine ausführliche Befragung durchführen. Diese Anamneseerhebung gibt meist hier schon deutliche Hinweise auf das häufige und sehr typische Krankheitsbild.

Nach der Schilderung der Symptome erfolgt die körperliche Untersuchung. Hier stehen dem geübten Orthopäden eine Reihe von typischen Handgriffen zur Verfügung, anhand derer bereits hier die Verdachtsdiagnose Kniearthrose deutlich in den Raum gestellt werden kann.

Nach der körperlichen Untersuchung wird eine Röntgenreihe durchgeführt. Dazu zählt als Primärdiagnostik das Röntgen des betroffenen Gelenkes im Stehen. Nur im Stehen kann eine explizite und genaue Aussage über das Ausmaß der Arthrose getroffen werden.

In der Praxis unterscheidet man zwischen einer einseitigen Arthrose (Bild 2: mediale Gonarthrose), bei der lediglich z.B. der innere Gelenkspalt betroffen ist, von der bikompartimentellen Arthrose (betroffen sind hier 2 Bereiche des Kniegelenkes, Bild 3) und von der Pangonarthrose.

Bei letzterem ist neben dem inneren, dem äußeren Gelenkspalt auch stets der Raum hinter der Kniescheibe betroffen. Dies entspricht dem sogenannten Vollbild der Kniegelenksarthrose.

Die schwersten Arthroseform ist die sogenannte Instabilitätsarthrose, bei der es durch Verlust der Funktion der Bänder, hier z.B. hinteres und vorderes Kreuzband, zur sehr frühzeitigen Ausprägung der vollschichtigen Abnutzung aller Gelenkabschnitte kommt (Bild 4+5: Instabilitätsarthrose).

Je nach Beratungsverlauf und Patientenwunsch erfolgt dann im Rahmen der Therapieplanung die weitere nötige Bildgebung. Hier wird routinemäßig eine zwar aufwändige aber sehr wichtige Ganzbeinstandaufnahme angefertigt. Eventuell müssen spezielle Bilder der Kniescheibe noch angefertigt werden.

Im Vorfeld werden in unserer Praxis vor jedem endoprothetischen Eingriff weitere Untersuchungen durchgeführt, welche insbesondere das Ziel haben die Patientensicherheit zu erhöhen und das Langzeitergebnis möglichst optimal herzustellen.

Daher wird Ihr Orthopäde Ihnen oftmals vor einem Eingriff dazu raten eine Knochendichtemessung durchführen zu lassen. Insbesondere in der Überlegung „Schlittenprothese – ja oder nein?“ hilft diese unbelastende Untersuchung Sie möglichst weitsichtig zu beraten und zu behandeln.

In unseren Bewegungslaboren werden Sie vor einer Operation zudem eingehend untersucht. Dazu gehört neben der Vermessung Ihres Gangbildes auch die Untersuchung der Beinlängen, dem Abdruckverhalten der Füße, ggf. Messung der Kraft und Schrittlänge. Ihr behandelnder Arzt wird Sie hierzu eingehend beraten und nach der Untersuchung aufklären.

Diese Untersuchungen werden dann nach der Operation in bestimmten Abständen wiederholt, um das postoperative Ergebnis zu kontrollieren und Ihnen die nötigen Hinweise geben zu können, an welchem Bereich insbesondere noch im Rahmen der Nachbehandlung intensiver gearbeitet werden muss.

Ihr Orthopäde berät Sie gerne.

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Therapie

Bild 6

Bild 9

Bild 10

Hat Ihr Orthopäde nun eine Arthrose eines oder beider Kniegelenke festgestellt erfolgt die stets patientenorientierte Beratung. Natürlich spielt hierbei das biologische und numerische Alter der Patienten eine große Rolle. Aber auch die berufliche und soziale Situation muss mit in die Beratung einbezogen werden.

Nebenerkrankungen können eine Operation eventuell äußerst risikobehaftet machen. Das konservative Therapieregime sollte patientenadaptiert beurteilt werden. Und am Ende muss natürlich jeder Patient mit all diesen Informationen so begleitet werden, damit er oder sie die für den Patienten selbst beste Therapieoption wählen kann.

Die modernen Ansätze der konservativen Arthrosetherapie unterscheiden sich maßgeblich von dem, was noch vor wenigen Jahren selbst in den Lehrbüchern beschrieben worden ist.

Neben den klassischen Verfahren, wie z.B. Injektion von Kortison, Herausziehen des Ergusses oder Einbringen einer Hyaluronsäure (vergleichbar zu einer künstlichen Gelenkschmiere) bietet sich an, den Patienten ganzheitlich zu betrachten und beraten.

Entspricht das Körpergewicht nicht der Körpergröße kann oft schon eine Gewichtsreduktion reichen, um die Schmerzen zu lindern. Regelmäßiger Sport, gezieltes Training und Muskelaufbau können helfen. Der erste Aspekt in der konservativen Behandlung ist stets die Hilfe zur Selbsthilfe.

Natürlich hat das jedoch eine Grenze. Ein stark übergewichtiger Mensch wird kaum mit einem massiv schmerzenden Kniegelenk wieder in den Sport zurück finden um Gewicht zu reduzieren. Weitere Therapieverfahren zur Schmerzreduktion wären z.B. die Akupunktur, das Kinesiotapen oder die Osteopathie

Sind die konservativen Optionen aufgebraucht wird man den Patienten stadiengerecht und patientenorientiert über die verschiedenen Operationen aufklären. Die häufigsten Verfahren werden hier näher ausgeführt:

Kniegelenksteilersatz

Wird bei Ihnen eine höhergradige ausschließlich innenseitige Arthrose festgestellt hat der spezialisierte Kniechirurg die Möglichkeit Sie befundorientiert mit einer sogenannten Schlittenprothese zu versorgen.

Dabei wird im Gegensatz zur Knieprothese nur der innere Gelenkspalt ersetzt.

Voraussetzung für diesen Eingriff sind neben den typischen Arthrosesymptomen wie der Belastungs- und Ruheschmerz auch der radiologisch nachgewiesene erhaltene äußere Gelenkspalt, ein ausreichend guter Knorpel hinter der Kniescheibe und stabile Kreuz- und Seitenbänder.

Nur der innere Gelenkspalt darf von der Arthrose betroffen sein. Auch patientenseitig gibt es Limitierungen z.B. im Körpergewicht oder einer ausgeprägten Osteoporose.

Die Schlittenprothese (Bild 6) hat für den geeigneten Patienten den Vorteil, dass die unmittelbare Rekonvaleszenz kürzer ist. Im Allgemeinen erreichen die Patienten schneller die Vollbelastung.

Die postoperativen Schmerzen werden ebenfalls geringer eingestuft. Da der äußere Gelenkspalt erhalten bleibt und die Patienten im Schnitt jünger und aktiver sind, als bei der Kniegelenksprothese, kann es sein, dass im Laufe der kommenden Jahre ein Wechsel auf eine Knieprothese nötig werden wird.

Statistisch gesehen haben die Schlittenprothesen je nach Datenquelle eine Standzeit zwischen 15 und 30 Jahren. Die tatsächliche Standzeit der Prothese hängt jedoch maßgeblich unter anderem von dem präoperativen Gelenkzustand und der Nutzung durch den Patienten ab.

Kniegelenksersatz

Im Rahmen der Diagnostik und Beratung wurde eine Arthrose in mehreren Gelenkabschnitten gefunden, so hilft in vielen Fällen der Austausch der Gelenkoberfläche um ein völlig schmerzfreies Wiederteilnehmen im Alltag zu ermöglichen.

Hierbei wird die schadhafte Gelenkoberfläche im Rahmen der Operation entfernt und eine neue Lauffläche aus Metall und Polyethylen eingesetzt.

Das entspricht im Weiteren Sinne dem Überkronen des eigenen Knochen des Kniegelenkes. Auch dieser Eingriff gibt dem Patienten die Möglichkeit unmittelbar nach der Operation das Kniegelenk voll zu belasten. Ein Laufen mit Gehstützen ist nur für eine kurze Zeit nötig.

Da nicht jedes Knie dem anderen ähnelt muss der Operateur im Vorfeld neben einer gründlichen körperlichen Untersuchung auch verschiedene spezielle Röntgenaufnahmen anfertigen. Anhand der Bilder wird, generell in der Endoprothetik nach dem Stand der Medizin heutzutage üblich, eine digitale Planung erstellt.

Diese simuliert den eigentlichen operativen Eingriff. Eine Anpassung der OP-Planung bezüglich Größe der Prothese, Einsatz einer sogenannten gender-specific Prothese (Volksmund Frauenknie) kann so bereits vor dem Hautschnitt geplant werden.

Während der Operation wird dann natürlich wie bei allen endoprothetischen Verfahren genau eruiert, welche Prothese in welcher Größe am besten zu dem Knochen und den übrigen Gelenkstrukturen passt. (Bild 9+10: postoperativ nach Knieprothese)

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Nachbehandlung

Die Nachbehandlung erfolgt auch angepasst auf die Bedürfnisse und die Fähigkeiten der Patienten. Starre Nachbehandlungsvorgaben sollten heutzutage der Vergangenheit angehören. Schließich ist nicht jeder Mensch gleich dem anderen.

Üblich ist die sofortige Aufbelastung des operierten Gelenkes. Die Gehstützen sollen lediglich eine Unterstützung beim Gleichgewicht darstellen und können sehr frühzeitig bei Erreichen eines möglichst gleichmäßigen Gangbildes weg gelassen werden.

Sinnvoll ist es stets auf eine ausreichende Schmerztherapie zu achten, damit keine unnötigen Hindernisse für die intensive Beübung bestehen. Schon am ersten Tag nach der Operation werden die Physiotherapeuten der Kliniken mit den Patienten üben.

Es wird angeleitet, wie die Gehstützen zu handhaben sind, die ersten Schritte mit dem neuen Gelenk werden in Ihrem Zimmer unternommen. Es spricht aus operativer Sicht nichts dagegen, sobald Kreislauf und Wohlbefinden dies zulassen, frühzeitig auch weitere Strecken zu gehen.

Auf besondere Vorsichtsmaßnahmen, z.B. bezüglich der Sturzprophylaxe werden Sie im Rahmen der Physiotherapie und auf Station hingewiesen.

Klar ist auch, dass Sie nach dem stationären Eingriff die Möglichkeit nutzen sollten entweder stationär oder, immer häufiger genutzt, ambulant eine Anschlußheilbehandlung durchzuführen. Diese Rehabilitationsmaßnahme ist ein wichtiger Baustein zur Erlangung eines möglichst perfekten Kniegelenkes.

Wie bereits beschrieben, sollten die Patienten vor der Operation bereits im Rahmen einer Bewegungsanalyse den Ausgangsbefund der Fortbewegung dokumentiert haben. Nun erfolgt nach der Reha die erste Messkontrolle.

Hierbei legen wir großen Wert auf größtmögliche Zuarbeit unsererseits, damit Sie alle Möglichkeiten und Instrumente zur Hand bekommen um zielorientiert weiter zu trainieren. Denn eine Folge-Krankengymnastik, unterstützt durch ein intensives Selbstbeüben zuhause ist einer der wichtigsten Bausteine, bezogen auf das Endresultat.

Solange Ihre Messwerte nicht dem entsprechen, was Sie aus unserer Sicht erreichen könnten, werden wir versuchen Ihnen die nötigen Maßnahmen klar darzustellen und werden Ihnen helfen Ihr persönliches Ziel zu erreichen.

Ergebnisse

Die Knienendoprothetik ist wird oftmals als Königsklasse der Gelenkoperationen dargestellt. Kein anderes Gelenk des menschlichen Körpers ist annäherend kompliziert aufgebaut wie das Kniegelenk. Entsprechend groß muss die Expertise des Operateurs sein.

Operative Erfahrung ist durch nichts zu ersetzen als durch – noch mehr Erfahrung! Dieser Spruch gilt besonders bei dem durchweg komplexen Kniegelenksersatz. Alle unsere Kniechirurgen verfügen über eine langjährige Erfahrung.

Jeder Operateur für Kniegelenksersatz des Gelenkzentrum Rhein-Main ist fokussiert und spezialisiert auf dem Gebiet.

Nach dem Einbau eines „neuen“ Kniegelenkes sind viele Patienten erstaunt, wie gering der postoperative Schmerz ausgeprägt ist. Der oft jahrelange Dauerschmerz mit entsprechender Einschränkung im Alltag ist quälend in Erinnerung. Daher wird das dann sehr kurz nach der Operation schmerzfreie gehen als ungewöhnlich empfunden.

„Wie lange hält denn das neue Knie?“ – lautet oft die völlig berechtigte Frage. Diese Frage jedoch ist nicht ganz einfach zu beantworten und hat eine Vielzahl von Variablen und Faktoren, die die Dauer der Haltbarkeit mit bestimmen.

Grob kann man der aktuellen Literatur entnehmen, dass sowohl Schlitten als auch die Knieprothese zwischen 15 und 25 Jahre halten. Dies ist wie bei jedem „Verschleißteil“ Frage der Nutzung und Belastung.

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08. - 09.12.2017​

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