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Hüftgelenksersatz

Kompetenz für Bewegung

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H. Falk

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Anatomie

Bild 1

Das Hüftgelenk (Bild 1) ist ein Kugelgelenk. Es ist nach dem Kniegelenk das zweitgrößte Gelenk des Menschen. Es verbindet das Becken mit der unteren Extremität. Das Becken bildet mit seinen 3 Knochen Darmbein (Os ilieum), Schambein (Os pubis), Sitzbein (Os ischium) die Gelenkpfanne (Acetabulum).

Mit der Gelenkpfanne artikuliert der Hüftkopf (Caput femoris), mit dem Schenkelhals (Collum) das körpernahe Ende des Oberschenkelknochens bildet.

Der Hüftkopf ist praktisch vollständig von Gelenkknorpel überzogen nur zentral existiert eine kleine Aussparung an der ein Band ansetzt (Lig. capitis femoris), das auch einen Teil der Blutversorgung für den Hüftkopf in sich trägt. Die Gelenkpfanne ist in unterschiedlicher Ausprägung mit Gelenkknorpel ausgekleidet.

Im Allgemeinen beschreibt es eine Form wie einen Halbmond (Facies lunata). Das Hüftgelenk wird wie jedes echte Gelenk von einer Gelenkkapsel umschlossen. Die Gelenkkapsel ist am Pfannenrand von einer Gelenklippe dem Labrum acetabulare verstärkt. Die Innenseite der Gelenkkapsel wir von der Gelenkbinnenhaut, der Tunica synovialis ausgekleidet.

Diese Haut bildet die Gelenkflüssigkeit (Synovia), die für die Schmierung aber auch für die Ernährung des Gelenkknorpels nötig ist. Das Hüftgelenk ist schon in der 8. Schwangerschaftswoche zunächst knorpelig ausgebildet und verknöchert bis zum ersten Lebensjahr.

Die Gesäß- und Oberschenkelmuskulatur umschließen das Gelenk. Diese Muskulatur ermöglicht das aktive Gehen und Stehen und die Bewegung im Hüftgelenk. Es existieren viele verschiede anatomische Varianten und Formen aber auch Fehlbildungen, die eine Erkrankung der Hüfte begünstigen können.

Krankheitsbild

Bild 2

Hüftarthrose (Coxarthrose)

Die häufigste Erkrankung des Hüftgelenkes ist die Hüftgelenksarthrose (Bild 2).

Die Arthrose ist eine degenerative Erkrankung. Die Ursache ist ein Missverhältnis zwischen Belastung und Belastbarkeit. Es kommt zum Aufbrauchen des Gelenknorpels (hyaliner Knorpel). Dieser hoch spezialisierte Knorpel besitzt im gesunden Zustand eine exzellente Gleit- und Dämpfungsfunktion.

Das Potential zur Regeneration bei Schädigung ist allerdings sehr eingeschränkt. Ist die Oberfläche beschädigt schreitet der Abrieb oft zunächst unbemerkt fort. Die Betroffenen haben zunächst nur selten und meist nur geringe Beschwerden. Durch den Abrieb wird eine Entzündungsreaktion ausgelöst.

Es entsteht ein Gelenkerguss. Die Beschwerden haben zu diesem Zeitpunkt unterschiedlichen Charakter, sie mal stärker nach Belastung aber auch in Ruhe. Nicht selten spielen auch äußere Einflüsse, wie Klima eine Rolle. Der Körper reagiert darauf mit dem Versuch das Gelenk ruhig zu stellen.

Es bilden sich knöcherne Anbauten die, die Bewegung einschränken. Auch die Kraft im betroffenen Bein wird weniger und die Schmerzen häufiger und stärker. Die Schmerzen werden vornämlich in der Leiste aber auch im Knie und Gesäß wahrgenommen.

Begünstigende Faktoren an einer Hüftarthrose zu erkranken sind:

  • genetisch bedingte mindere Knorpelqualität
  • angeborene oder erworbene Fehlstellungen, z.B. Hüftdysplasie, Abrutschen des Hüftkopfes oder schlecht verheilte Knochenbrüche
  • Fehl- oder Überbelastungen
  • Unfälle oder Verletzungen mit Knorpelschaden (oftmals unbemerkt)
  • Einrisse der Gelenklippe (Labrum)
  • Übergewicht
  • falsche oder mangelhafte Ernährung
  • Stoffwechselstörungen
  • Bewegungsmangel
  • Durchblutungsstörungen des Hüftkopfes (Hüftkopfnekrose, Perthes Erkrankung im Kindesalter)
  • besondere Hüftkopfformen („Pistolengriffdeformität“)

Symptome

Wie macht sich Hüftarthrose bemerkbar?

Die Symptome der Hüftgelenksarthrose sind nicht selten zunächst unspezifisch. Es beginnt mit einen Stechen oder Druckgefühl im Bereich der Leiste oder Gesäß. Die Schmerzen werden auch manchmal im Bereich des Oberschenkel und Kniegelenkes wahrgenommen.

Typischerweise beginnt es während oder nach größeren Belastungen. Klassisch ist der so genannte „Anlaufschmerz“. Nach längerem Sitzen schmerzen die ersten Schritte und eine gewisse Steife muss überwunden werden. Im Weiteren lässt der Schmerz nach und die Beweglichkeit wird wieder etwas besser bis nach einiger Zeit der Schmerz als Belastungsschmerz zurückkehrt.

Im weiteren Verlauf kommt es zu Ruheschmerzen auch während der Nachtruhe. Dazu kommt eine zunehmende Bewegungseinschränkung und die Mobilität wird geringer. Die Lebensqualität wird eingeschränkt.

Therapie

Bild 3

Bild 4

Ist die konservative Therapie ohne anhaltenden Erfolg ausgereizt ist der Gelenkersatz nötig (Bild 3).

Bei der Operation werden die zerstörten Gelenkanteile, die normaler Weise mit Gelenkknorpel überzogen sind entfernt. Das betrifft den Hüftkopf und die Oberfläche der Gelenkpfanne.

Je nach dem biologischen Alter, der Knochenqualität und den anatomischen Vorgaben wird der Spezialist, Ihr Operateur, die richtige Prothese für Sie auswählen. Hierfür werden spezielle Röntgenaufnahmen oder in besonderen Fällen eine Computertomographie angefertigt. Um ein hohes Maß an Sicherheit zu erreichen, wird die Operation zuvor digital am Computer geplant.

Operationsvorbereitung

Ist der Entschluss zur Operation gefasst bereiten wir Sie optimal darauf vor. Sie werden vollumfänglich informiert und aufgeklärt über das was auf Sie zukommt. Hierzu erstellen wir Ihnen einen Therapieplan. Dieser Therapieplan enthält sämtliche wichtigen Termine und Abläufe.

Es erfolgt die umfassende Aufklärung zur Operation durch einen der Spezialisten.

Wir bieten Ihnen ein Programm zur schnellen Genesung. Das Programm beinhaltet eine Patienteninformationsveranstaltung (Patientenschule), in der die Patienten im Rahmen von Vorträgen alles über die Operation, die Narkose, die Physiotherapie und den Aufenthalt in der Klinik erfahren.

Ein Angehöriger oder Freund darf als sogenannter Coach die Patientenschule mit besuchen.

Die gewonnenen Informationen und das abgestimmte Programm ermöglichen eine sehr schnelle Rehabilitation sodass Tagesaufenthalte, „Hip in a Day“, möglich sind.

Mit den folgenden Maßnahmen reduzieren wir das Infektrisiko auf ein Minimum. Bei allen unseren Patienten wird ein MRSA Screening („Krankenhauskeime“) durchgeführt. Bei positivem Befund wird die Operation verschoben und der Betroffene zunächst behandelt. Allen unseren Patienten wird eine antiseptische Duschlotion angeraten und aufgeschrieben, die nach Maßgabe verwendet werden muss.

Hierdurch werden Keime auf der Haut reduziert. Das Operationstrauma und Operationszeit wird aufgrund der modernen Operationstechnik minimiert.

In den meisten Fällen können wir auf eine Wunddrainage verzichten Wir halten die Aufenthaltszeit im Krankenhaus so kurz wie möglich aber so lang wie nötig denn hier besteht die größte Gefahr sich zu infizieren.

Operation

Wir führen die Operation über den vorder-seitlichen oder den vorderen Zugang durch. Das erlaubt dem Operateur trotz geringer Invasivität (minimal invasiv), ohne Muskelschädigung eine gute und sichere Übersicht.

Hochwertige moderne Instrumente unterstützen die Operation. Bei der Operation werden die zerstörten Gelenkanteile Hüftkopf und Pfanne ersetzt. Aufgrund der hohen Expertise unserer Spezialisten dauert die Operation im Durchschnitt weniger als 1 Stunde.

Schon während der Operation infiltrieren wir das Operationsgebiet mit schmerz- und blutstillenden Medikamenten. Dadurch wird der Operationsschmerz schon am Ort des Geschehens unterdrückt. Der Patient benötigt weniger Schmerz- und Narkosemittel, außerdem können wir in den meisten Fällen auf die Einlage einer Wunddrainage verzichten.

Das künstliche Hüftgelenk besteht in aller Regel aus einem Schaft, einem Kopf und einer Gelenkpfanne (Bild 4). Bei den Implantaten unterscheidet man zementierte von nicht zementierten Prothesen sowie Normalschaft, Langschaft von Kurzschaftprothesen.

Normalschaft TEP

Die Normalschaftprothese wird in Abhängigkeit von der Knochenqualität zementfrei oder zementiert eingebracht.

Kurzschaft TEP

Die Kurzschaft TEP ist für Patienten mit guter Knochenqualität geeignet. Der Schaft wird nicht soweit im Oberschenkelknochen verankert und in aller Regel kann mehr Knochensubstanz erhalten werden.

Die von uns verwendeten Prothesen sind von höchster Güte, sie bestehen unter anderem aus Titan, Keramik oder hoch vernetzten Polyethylenen, die eine lange Haltbarkeit sichern und gut vom Körper angenommen werden.

Individualprothese

Für bestimmte Fälle, die sich aufgrund anatomischer Besonderheiten nicht sicher mit einer Standardprothese versorgen lassen indizieren wir eine Individualprothese.

Diese wird nach den Daten einer nach Protokoll durchgeführten Computertomographie nach Maß konstruiert und im Dialog mit dem Operateur gefertigt. Dadurch kann die Anatomie exakt rekonstruiert werden ohne dass der Operateur während der Operation vermeidbare Kompromisse eingehen muss.

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Nachbehandlung

Der Erfolg der Operation ist auch sehr entscheidend von der Nachbehandlung abhängig. Die Nachbehandlung beginnt aber eigentlich schon vor der Operation.

Bewegungsanalyse und Rehabilitation

Wir bieten Ihnen die Möglichkeit sich auch körperlich optimal vorzubereiten. Diese Vorbereitung besteht auf einer Bewegungsanalyse vor und nach der Operation in unserem Bewegungslabor. Sie basiert auf einer Ganganalyse, einer dynamischen Fußdruckmessung und einer 3D Wirbelsäulenvermessung.

Zusätzliche Messungen erkennen Kraft- und Muskeldefizite. Anhand der gewonnen Daten ist es möglich Ihnen ein individuelles Trainings- und Rehabilitationsprogramm zu erstellen, das sowohl vor als auch nach der Operation bei uns in der Gelenktherapie durchgeführt werden kann.

Das Ziel ist es schnell zurück in das tägliche Leben („Return to Daily Routine“) zu finden und bei Bedarf schnell wieder die Sportfähigkeit zu erreichen („Return to Sport“).

Aufgrund der modernen Operationstechnik ist das Gelenk nach der Operation sofort belastbar, sodass nach Ausschlafen der Narkose schon am Tag der Operation aufgestanden werden kann und sofort ein großes Maß an Selbstständigkeit erreicht wird. Zunächst werden noch Gehstützen benötigt aber schon in wenigen Tagen können diese für kleinere Strecken zur Seite gelegt werden.

Aufgrund der guten Vorbereitung vor der Operation, der Operationstechnik und der im Detail geplanten Zeit nach der Operation sind die Fortschritte rasant schnell.

Ergebnisse

Nach erfolgreicher Operation darf mit einer sehr schnellen Rehabilitation gerechnet werden. Je nach Beruf und Tätigkeit ist die Arbeitsfähigkeit sehr schnell wieder hergestellt. Bei körperlichen Arbeiten ist unter Umständen eine Wiedereingliederung sinnvoll.

Nach etwa 3 – 6 Monaten ist auch die Sportfähigkeit wieder erreicht. Die meisten Patienten erreichen den Zustand, den man als „forgotten Joint“ bezeichnet. Das künstliche Gelenk wird als solches nicht mehr wahrgenommen.

Es funktioniert wie das gesunde eigene Gelenk. Aufgrund der neuen Materialien und der Operationstechniken erwarten wir Standzeiten von über 20 bis 30 Jahren, valide Ergebnisse hierfür liegen jedoch noch nicht vor.

Ihr Orthopäde berät Sie gerne.

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08. - 09.12.2017​

Frankfurt am Main

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