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Behandlungsmöglichkeiten

Frakturen an der Hand sind häufige Verletzungen. Durch die Zunahme der Geschwindigkeiten im Freizeit- und Trendsportbereich haben auch die Verletzungen der oberen Extremität stark zugenommen.

An der Hand ist die konservative Therapie von Knochenbrüchen durch verschiedene Faktoren eingeschränkt zu empfehlen.

Brüche von einzelnen Fingerstrahlen lassen sich nur schwer durch Gips oder Schienen adäquat ruhigstellen.

Eine Ruhigstellung unverletzter Finger führt über die Dauer der Knochenheilung immer zu einer Bewegungsbeeinträchtigung der unverletzten Finger.

Daher ist die operative Therapie immer dann zu bevorzugen, wenn sich hierdurch die Ruhigstellungszeiten verkürzen lassen oder gar eine funktionelle Nachbehandlung ermöglicht werden kann.

Die heute für den Einsatz an der Hand optimierten Implantate erlauben bei geringer Beeinträchtigung der Sehengleitstrukturen eine frühfunktionelle Nachbehandlung.

Unabhängig von den Vorteilen der frühfunktionellen Übungsbehandlung sind alle grob dislozierten, instabile und offene Brüche operativ zu versorgen.

Welche Art von Osteosynthese gewählt wird, hängt von der Lokalisation des Bruches, der Bruchform (quer, schräg, Trümmerbruch) und davon ab, ob es sich um eine offene Verletzung handelt.

Zur Verdeutlichung der unterschiedlichen Optionen haben wir Ihnen Beispiele zusammengestellt.

Knöcherner Strecksehnenabriss

Knöcherner Abriss der Strecksehne mit 50% Gelenkflächenbeteidigung der Endgliedbasis.

Eindeutige Indikation zu operativen Versorgung.

Stufenlose anatomische Reposition und Osteosynthese durch Titan Minischraube.

Spätere Metallentfernung ist nicht erforderlich!

Grundgliedmehrfragmentfraktur

Mehrfragmentfraktur des Grundgliedes vom Kleinfinger, instabile Situation, Achsknick nach ulnar, Kondylenbeteiligung.

Klare Indikation zu operativen Versorgung. Durch Titan Minischrauben anatomische Rekonstruktion erreicht.

Keine Metallentfernung erforderlich!

Grob dislozierte Mittelhandknochenfraktur

Grobe Dislokation, Achs- und Drehfehler, streckseitiger Knochenspan irritiert die Strecksehne.

Indikation zu operativen Therapie. Osteosynthese durch Titan Miniplatte.

Nach 6 Wochen funktioneller Therapie deutliche Knochenheilung mit Kallusbildung.

Keine Metallentfernung erforderlich.

Klinisches Ergebnis des obigen Patienten 6 Wochen nach der Operation.

Typische Boxer-Verletzung mit subkapitaler Mittelhandknochenfraktur am Kleinfinger

Mehrfragmentfraktur, dorsale Trümmerzone, instabil, Achs- und Drehfehler vorliegend.

Indikation zu operativen Versorgung.

Hier erfolgte die Osteosynthese durch eine intramedulläre Nagelung mit einem 1,8 mm dicken Stahldraht.

Metallentfernung nach 6 Wochen fakultativ angeraten.

Schwere Zertrümmerung der Basis des fünften Mittelhandknochens

Durch einen transartikulären Fixateur externe und Arthrodistraktion wurde eine moderate Rekonstruktion der Gelenkfläche möglich.

Das Ausheilungsbild rechts zeigt nach 6 Wochen eine weitestgehend harmonische Gelenklinie.

Metallentfernung ohne Narkose möglich.

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