Kleinzehenfehlstellungen

Kompetenz für Bewegung

© fotolia – 154924914 – exponierter Wanderweg im Allgäu by ARochau

Krankheitsbild

Bei den Kleinzehenfehlstellungen werden Hammer-, Krallen-, Klauen- und Mallet- Zehen unterschieden. Diese unterscheiden sich bezüglich ihrer Fehlstellung in den einzelnen Zehengelenken. Die Nomenklatur ist hier allerdings uneinheitlich. Zudem wird zwischen einer flexibel und einer rigiden Fehlstellung unterschieden.

 

Abbildung 1 Schemazeichnung der verschiedenen Kleinzehenfehlstellungen

Außer dem Bild der Fehlstellung kommt es oft zu druckschmerzhaften Hühneraugen (Hyperkeratosen oder Clavi), vor allem beim Tragen von geschlossenen Schuhen.

Häufig kommt es zudem zu Schmerzen an den Kleinzehenballen wegen Überlastung der Mittelfußköpfchen (Metatarsalgie) vor, da die Kleinzehen von oben Druck ausüben.

Oft liegt eine Kombination von Kleinzehenfehlstellung und Hallux valgus vor. Hier muss dann oft auch der Hallux valgus korrigiert werden um den Kleinzehen wieder „Platz zu schaffen“.

 

Diagnostik

Die Diagnostik beinhaltet neben der klinischen Untersuchung eine Röntgenaufnahme des belasteten Fußes in 2 Ebenen, ggf. ist noch eine zusätzliche Ebene notwendig.

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Therapie

Die Therapie kann hier mittlerweile regelhaft minimalinvasiv erfolgen. Dies bedeutet, dass unter Röntgenkontrolle über Stiche spezielle Instrumente und Fräsen eingeführt werden um die gewünschte Korrektur zu erzielen (Abbildung 2). Dabei sind die Stiche oft so klein, dass sie nicht genäht werden müssen. Der Vorteil besteht in einer schnelleren Heilung. Zum Einsatz kommen in der Regel eine Balancierung der Sehnen und zuklappende Osteotomien (Abbildung 3). Aber auch Versteifungen des Mittel- oder Endgelenks einer Zehe können nötig sein.

Abbildung 2 Hier erfolgt eine Knochenkorrektur mit einer speziellen Fräse über einen Stich an der Innenseite der Zehe.

Abbildung 3 Minimalinvasive Korrektur einer Krallenzehe. Dabei wird zuerst ein nach unten offener Keil aus dem Grundglied gefräst (oben). Dann wird aus dem Mittelglied ein nach oben offener Keil gefräst (Mitte). Zum Schluss werden die Osteotomien geschlossen und ggf. noch ein Überstand am PIP- Gelenk abgetragen (unten). In der Regel werden knöcherne Eingriffe mit Weichteilkorrekturen (Sehnen, Gelenkkapsel) kombiniert.

Nachbehandlung

Die Nachbehandlung richtet sich nach dem Ausmaß der knöchernen Korrektur mit Zügelung oder Drahtfixierung der Zehen und Tragen eines Verbandschuhes für 6 Wochen.

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