Schneiderballen

Kompetenz für Bewegung

© fotolia – 154924914 – exponierter Wanderweg im Allgäu by ARochau

Krankheitsbild

Der Schneiderballen beschreibt die nach außen gerichtete Fehlstellung
des Metatarsale 5.

Abbildung 1 Beim Schneiderballen ist der 5. Mittelfußstrahl zu weit abgespreizt.
Es bildet sich eine schmerzhafte Schwiele am Köpfchen des 5. Mittelfußknochens, welche im Schuh drückt.

Diese Fehlstellung kann auch mit einem so genannten „Spreizfuß“ vergesellschaftet sein.

Zu unterscheiden ist im Wesentlichen zwischen 3 Formen des „Schneiderballen“ (Abbildung 1).

Abbildung 2 Typ I entspricht einer Vergrößerung des fünften Mittelfußknochenköpfchens (b). Der Intermetatarsalwinkel (a) ist nicht vergrößert.

Typ II zeigt eine Ausbiegung (so genanntes „bowing“) des distalen Aspekts des fünften Mittelfußknochens ohne Hypertrophie des Mittelfußknochens (c)

Typ III wird durch einen vergrößerten Intermetatarsalwinkel (a) definiert.

Zusätzlich kommt es bei Typ II und III zu einer Abweichung der Kleinzehe zur Fußinnenseite (d)

 

Diagnostik

Ein Röntgenbild des betroffenen Fußes unter Belastung in 2 Ebenen ist in der Regel ausreichend.

Ihr Orthopäde berät Sie gerne.

Termin in der orthopädischen Praxis vereinbaren.

Therapie

Konservative Therapie

Hilfreich sein kann eine Modifikation des Schuhes mit geräumiger Zehenkappe. Einlagen sind meist nicht erfolgsversprechend.

Operative Therapie

Nach Analyse des Röntgenbildes stehen verschiedene Möglichkeiten der Korrektur zur Auswahl.

Entscheidend ist ob eine Vergrößerung des Metatarsalewinkels 4./5. bzw. die Verformung des 5. Mittelfußknochens (sogenanntes „Bowing“) vorliegt (Abbildung 2).

Besteht ausschließlich eine Vergrößerung des Köpfchens (Typ 1; Abbildung 2) genügt manchmal die knöcherne Resektion des äußeren Köpfchenüberstands (Abbildung 3).

Abbildung 3 Hier erfolgt die minimalinvasive Abtragung des äußeren Köpfchenüberstands

Bei Fehlstellungen Typ 2 und 3 (Abbildung 2) ist meist eine minimalinvasive Osteotomie des 5. Mittelfußknochens nötig. Diese erfolgt dann je nach Typ Köpfchennah (Typ 2; Abbildung 4) oder im Umlenkpunkt der Biegung (Typ III).

Abbildung 4 Hier erfolgt eine minimalinvasive Osteotomie hinter dem Köpfchen bei einer Typ 2 Deformität

Nachbehandlung

Die Nachbehandlung erfolgt in einem Verbandsschuh mit starrer Sohle und Vorfußkompressionsverband für 6 Wochen unter schmerzadaptierter Vollbelastung.

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Prof. Dr. B. Gladbach

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